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Ein Roman kehrt zurück und trifft ein brüchiges Europa mitten ins Herz

Von KWS, Kunst und Kultur, Literatur, 4.752 Views

Ein #Roman kehrt zurück und trifft ein brüchiges #Europa mitten ins Herz

Bad Camberg, 5. Juni 2026

Mit »#Lehmland« liegt der wohl bedeutendste #Roman von Rudolf Naujok wieder vor: gedruckt und als barrierefreies E Book. Was lange vergriffen war (unter dem Titel »Vincenz und Jadwiga«), erweist sich heute als literarische Wiederentdeckung von verblüffender #Aktualität.

Im Mittelpunkt stehen Vincenz Sabatowski und Jadwiga. Er: arm, einfach und deutschstämmig. Sie: Polin und die schönste Frau im Dorf. Dass er sich in sie verliebt, ist keine Überraschung. Als sie seine Liebe erwidert, verändert sich alles. Im Lehmland, ihrer Heimat an der Grenze zwischen Polen und Ostpreußen, gründen die beiden eine Familie – mitten im Ersten Weltkrieg. Und natürlich lassen sie die Wirren in Europa nicht in Frieden. Kriege, Besatzung, Vertreibung: Immer wieder reißt die große Politik das kleine Glück auseinander.

Beklemmend aktuell: ein Roman für das Europa von heute

Heute, da wieder #Krieg in Europa herrscht, da Millionen ihre Heimat verlassen und über Grenzen fliehen, die noch vor wenigen Jahren als frei passierbar galten, liest sich Lehmland mit einer beklemmenden Aktualität. Die Fragen, die der Roman stellt, sind brisant: Wem gehört das Land? Wann wird aus Vaterlandsliebe Nationalismus? Wie überlebt ein Mensch zwischen zwei Völkern? Es sind keine Fragen von gestern, sondern die Fragen Europas im einundzwanzigsten Jahrhundert.

Was »Lehmland« von der #Kriegsliteratur seiner Zeit unterscheidet, ist die Weigerung des Autors, sich auf eine Seite zu stellen. Naujok zeigt, dass ein Krieg kein Gefecht zwischen Gut und Böse ist, sondern das Zerbrechen rationaler Menschen an irrationalen Umständen. Sein Vincenz Sabatowski ist kein Held im heroischen Sinne. Er ist – wie es der Roman sinnbildlich beschreibt – kein Baum, den ein stürmischer Wind mühelos knickt, sondern ein Grashalm, »dem der Sturm nur über die Spitzen streicht«.

Rudolf Naujok verweigert sich einfachen Antworten. Für ihn gibt es keine klaren Fronten, keine eindeutigen Täter und Opfer. Stattdessen richtet er den Blick auf das, was Menschen verbindet – über Grenzen, Sprachen und nationale Identitäten hinweg: Menschlichkeit und Liebe.

Mehr als eine #Lovestory: Naujoks politischster Roman

Rudolf Naujok (1903 bis 1969) gehört zu Unrecht zu den vergessenen Stimmen der deutschsprachigen #Nachkriegsliteratur. »Lehmland«, sein bedeutendstes Werk, war jahrzehntelang nur antiquarisch zu finden. Sein Sohn Herwarth Naujok legt den Roman nun in einer sorgfältig edierten Neuausgabe vor: in neuer Rechtschreibung, mit Vorwort, Fußnoten und lesefreundlich gestaltet. Dieser Schritt ist mehr als eine verlegerische Entscheidung. Es ist eine Einladung zur Wiederentdeckung.

»Lehmland« ist seit heute als Paperback für 18 Euro überall im #Buchhandel erhältlich. Als statisches E Book lässt sich »Lehmland« auf »Apple Books«, im »Google Play Store« und bei »Amazon Kindle« für 8 Euro downloaden. Das flexible, barrierefreie E Book für »#eReader«, #Tablets und #Smartphones gibt es für 5 Euro, zum Beispiel bei »#Epubli«.

Über den Verlag Herwarth Naujok

Herwarth Naujok ist der jüngste Sohn von Rudolf, geboren 1940, ebenfalls in #Memel. Im Testament seiner Eltern wurde ihm die Verwaltung und Vertretung von Rudolf Naujoks literarischen Rechten übertragen. »Lehmland« ist nach »Brücke am Kanal« das 2. Buch seines Vaters, das er aus dem Nachlass veröffentlicht. Es erschien erstmals 1980 als #Taschenbuch unter dem Titel »Vincenz und Jadwiga« im Camberger Verlag Ulrich Lange. Mehr …

Rudolf Naujok, »Lehmland«, Verlag #Herwarth #Naujok, Bad Camberg 2026, #Paperback, 14 mal 22 Zentimeter, 248 Seiten, 18 Euro …

Bild: Deeplab, Adobe Stock, [M] »hitext«

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