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Warum offene Lagertore im Winter teuer werden können

Von KWS, Business, Wirtschaft, 37 Views

Warum offene Lagertore im Winter teuer werden können

Offene Lagertore können im Winter höhere Kosten verursachen, als man vielleicht denkt. Wie Unternehmen Wärmeverluste, Zugluft und steigende Heizkosten rechtzeitig in den Griff bekommen können.

Der erste kalte Morgen im Oktober kommt für viele Unternehmen überraschend, obwohl er jedes Jahr wiederkehrt. Ein Lkw fährt rückwärts an die Laderampe heran, das Tor bleibt zum Entladen offen und kalte Außenluft gelangt in die Halle. Gleichzeitig geht ein Teil der erwärmten Innenluft verloren. Was im Sommer kaum eine Rolle spielt, kann in der kalten Jahreszeit zu einem spürbaren Kostenfaktor werden.

In Produktions- und Lagerhallen werden Tore teilweise viele Male am Tag geöffnet. Jedes Öffnen dauert vielleicht nur wenige Minuten, doch in der Summe kann dadurch ein erheblicher zusätzlicher Heizbedarf entstehen. Besonders bei großen Toröffnungen und deutlichen Temperaturunterschieden zwischen innen und außen kann die Heizungsanlage Mühe haben, die gewünschte Temperatur konstant zu halten.

Wo die Wärme wirklich verschwindet

Bei einem geöffneten Industrietor kann innerhalb kurzer Zeit ein erheblicher Luftaustausch zwischen Innen- und Außenbereich entstehen. Wie groß der Wärmeverlust tatsächlich ist, hängt unter anderem von der Größe der Toröffnung, der Öffnungsdauer, dem Temperaturunterschied sowie von Wind und den Druckverhältnissen im Gebäude ab.

Bei entsprechenden Temperaturunterschieden kann kalte Außenluft in Bodennähe in die Halle strömen, während wärmere Innenluft nach außen gelangt. Mitarbeiter in der Nähe des Tors nehmen diesen Luftaustausch häufig zuerst als unangenehme Zugluft wahr.

Die typischen Winterprobleme

1. Wärmeverlust durch offene Türen

In einem Lagerhaus gibt es verschiedene Stellen, an denen Wärme verloren gehen kann. Neben Wänden, Dach und Fenstern spielen im täglichen Betrieb vor allem große und regelmäßig geöffnete Tore eine Rolle.

Je größer die Öffnung und je länger ein Tor geöffnet bleibt, desto mehr Luft kann zwischen Innen- und Außenbereich ausgetauscht werden. Bei häufigem Warenverkehr wiederholt sich dieser Vorgang über den gesamten Arbeitstag. Besonders bei niedrigen Außentemperaturen kann dadurch der Heizbedarf deutlich steigen.

2. Zugluft und ihre Auswirkungen auf die Mitarbeiter

Jeder, der eine ganze Schicht lang in der Nähe eines Lagertors arbeitet, kennt das Gefühl: Das Gebäude ist zwar beheizt, doch an bestimmten Stellen bleibt es unangenehm kalt.

Zugluft kann das Arbeitsklima beeinträchtigen, insbesondere an festen Arbeitsplätzen in unmittelbarer Nähe von Toren und Laderampen. Maßnahmen gegen den direkten Luftaustausch dienen deshalb nicht nur der Energieeinsparung, sondern können auch zu angenehmeren Arbeitsbedingungen beitragen.

3. Steigende Heizkosten

Aufgrund der hohen Energiepreise sind die Heizkosten für viele Unternehmen ein wichtiges Thema. Dabei wird leicht übersehen, welchen Einfluss regelmäßig geöffnete oder schlecht abgedichtete Tore auf den Energieverbrauch haben können.

Wie hoch die zusätzlichen Kosten tatsächlich ausfallen, lässt sich nicht pauschal sagen. Hallengröße, Heizsystem, Außentemperatur, Torgröße und Öffnungsdauer spielen dabei eine wichtige Rolle. Klar ist jedoch: Je weniger erwärmte Luft unnötig verloren geht, desto weniger Energie muss aufgewendet werden, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.

4. Wetter, Staub und Sicherheit

Neben dem Wärmeverlust spielt auch der Wetterschutz im Herbst und Winter eine wichtige Rolle. Regen, Matsch und hereingewehter Staub können bei geöffneten Toren ins Gebäude gelangen. In Bereichen mit empfindlichen Lagerbeständen, Maschinen oder Geräten kann dies zusätzliche Probleme verursachen.

Feuchtigkeit und Schmutz auf dem Boden können außerdem die Rutschgefahr erhöhen. Gerade in Bereichen, in denen Mitarbeiter, Hubwagen und Gabelstapler unterwegs sind, ist ein möglichst trockener und sauberer Verkehrsweg wichtig.

5. Lösungen, die in der Praxis tatsächlich funktionieren

Der Wärmeverlust an Industrietoren lässt sich mit unterschiedlichen Maßnahmen reduzieren. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie häufig ein Tor genutzt wird und welche Anforderungen im jeweiligen Betrieb bestehen.

Schnelllauftore können beispielsweise die Zeit verkürzen, in der eine Toröffnung vollständig offensteht. Gute Dichtungen reduzieren Wärmeverluste bei geschlossenem Tor. Eine zusätzliche Barriere innerhalb der Toröffnung kann dagegen auch dann den direkten Luftaustausch reduzieren, wenn das eigentliche Tor für den Warenverkehr geöffnet bleibt.

Eine praktische und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit ist ein PVC-Streifenvorhang, der als zusätzliche Barriere direkt im Torbereich angebracht wird. Mitarbeiter, Hubwagen und Gabelstapler können den Vorhang passieren. Anschließend fallen die flexiblen PVC-Streifen wieder in ihre Ausgangsposition zurück und reduzieren so den direkten Luftaustausch zwischen Innen- und Außenbereich.

Es stehen verschiedene Streifenbreiten, Überlappungen und Materialstärken zur Verfügung. Dadurch lässt sich die Ausführung an die Größe des Tors und die Art des Durchgangsverkehrs anpassen.

Die Praktikabilität im Betriebsalltag ist dabei ebenso wichtig wie die abschirmende Wirkung. Eine Lösung, die den täglichen Materialfluss zu stark behindert, wird in der Praxis schnell zum Problem. Transparente Streifenvorhänge eignen sich deshalb für viele Lager- und Produktionsbereiche: Mitarbeiter und Fahrzeuge können sie passieren, während die Durchsicht durch den Torbereich weitgehend erhalten bleibt.

Solche Vorhänge kommen nicht nur in klassischen Lagerhallen zum Einsatz. In Kühlbereichen können sie unterschiedliche Temperaturzonen voneinander trennen. In Produktionsstätten werden sie beispielsweise zwischen beheizten und unbeheizten Bereichen eingesetzt. Auch in der Lebensmittelproduktion und -logistik finden sie Anwendung, wenn Bereiche voneinander getrennt werden sollen, ohne den Durchgang dauerhaft zu verschließen.

Die EFD GmbH – Hersteller von Industrie- und Streifenvorhängen produziert solche Lösungen für industrielle und gewerbliche Anwendungen. Neben verschiedenen Streifenbreiten, Materialstärken und Überlappungen sind auch Maßanfertigungen für unterschiedliche Torgrößen und Einsatzbereiche möglich.

Die Vorteile einer frühzeitigen Vorbereitung

Unternehmen, die bereits im Herbst ihre Tore, Laderampen und Übergangsbereiche überprüfen, können mögliche Schwachstellen erkennen, bevor die Temperaturen deutlich sinken. Weniger unkontrollierter Luftaustausch kann den Heizbedarf reduzieren und damit auch dazu beitragen, Energiekosten zu senken.

Ein weiterer Vorteil ist ein angenehmeres Arbeitsumfeld. Gerade an Arbeitsplätzen in der Nähe häufig geöffneter Tore kann weniger Zugluft einen spürbaren Unterschied machen. Gleichzeitig können zusätzliche Barrieren dabei helfen, Regen, Schmutz und kalte Außenluft aus sensiblen Lager- und Produktionsbereichen fernzuhalten.

Auch der Betriebsablauf muss darunter nicht leiden. Bei einer passend gewählten Lösung können Mitarbeiter, Hubwagen und Gabelstapler die Torbereiche weiterhin nutzen, während der direkte Luftaustausch reduziert wird. Entscheidend ist deshalb, die Lösung nicht nur nach ihrer abschirmenden Wirkung auszuwählen, sondern auch nach den Anforderungen des täglichen Betriebs.

Es lohnt sich, die am häufigsten genutzten Tore vor Beginn der kalten Jahreszeit genauer unter die Lupe zu nehmen. Oft lässt sich bereits bei einem kurzen Rundgang erkennen, an welchen Stellen Zugluft entsteht, Tore besonders lange geöffnet bleiben oder zusätzliche Maßnahmen sinnvoll sein könnten. Gerade bei stark frequentierten Toröffnungen können schon einfache Veränderungen dazu beitragen, Wärmeverluste im Winter zu reduzieren.